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Das Glücksgefühl in unserem Leben hängt hochgradig von der Fähigkeit ab vergeben zu können. Menschen die mit der Leichtigkeit einer Pusteblume vergeben können sind im Allgemeinen sehr glückliche und zufriedene Menschen.

Vergeben ist ein geistiger Vorgang, der erst einmal nur in unserem Inneren stattfindet und nicht bedeutet, dass wir das was wir vergeben gutheißen.

 

 

Wenn wir einem anderen vergeben, dann bedeutet dies, wir überwinden unseren Ärger und unsere Enttäuschung und akzeptieren das Verhalten eines anderen als geschehen.

Was leider viele Menschen falsch verstehen: Vergeben bedeutet nicht unbedingt den Menschen den man vergibt auch weiterhin Raum in der Zukunft und im Leben zu geben. Da liegt ein großer Unterschied. Der Mensch, dem wir vergeben, muss es noch nicht einmal wissen, dass wir ihm vergeben. Wir können Menschen vergeben und uns trotzdem von ihnen verabschieden, sie loslassen.

Wenn Du jemanden vergibst und gleichzeitig loslassen musst, dann sage zu diesem Menschen oder zu Dir selbst in Stille: „Ich vergebe Dir von Herzen und lasse all meinen Groll und negative Gefühle los. Friede sei in mir und Friede sei mit Dir. Ich vergebe Dir, weil ich weiß dass Du noch Zeit brauchst, um Dich selber zu erkennen und zu entwickeln. Ich vergebe Dir, weil ich weiß, dass es keinen fehlerfreien Menschen gibt und auch ich nicht fehlerfrei bin. Ich wünsche Dir auf Deiner Reise durch das Leben und in Deiner Entwicklung von Herzen alles Gute." Was damit in uns geschieht ist nichts anderes als eine Befreiung, eine Befreiung von Schmerz und der Vergangenheit.

Wer nicht mit Leichtigkeit vergeben kann, trägt oft sehr schweren seeligen Ballast mit sich herum. Nicht vergeben bedeutet einen innerlichen Kampf zu führen und zu verkrampfen. Nicht vergeben heißt, sich selber Schaden zu zufügen. Vergeben ist hingegen loslassen und sich wieder in den Fluss des Lebens zu begeben. Wer nicht vergeben kann, hat immer negative destruktive Gefühle in sich. Wut, Hass, Ärger und Kränkungsgefühle wirken sich auf Dauer immer schädlich auf unsere Gesundheit aus. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sehr viele Krankheiten psychosomatischer Natur sind und den Beginn in unseren Gedanken und Gefühlen haben. Da Körper, Geist und Seele eine Einheit sind, hat der Körper langfristig keine andere Wahl als auf die negativen Gefühle zu reagieren. Es kann zu Schlafstörungen, Herz- Kreislauf- oder Magen-Darm-Problemen, ja sogar Krebs kommen. Unsere Abwehrkräfte nehmen ab, wir fühlen uns schlapp und unsere Leistungsfähigkeit lässt nach. Wir sind gereizt oder ziehen uns von anderen zurück. Wir sind verbittert.

Wenn man sich zu tiefst verbitterte Menschen anschaut, dann stellt man fest, dass diese nicht vergeben können und sich tiefer Schmerz in der Seele festgefressen hat. Diese Verbitterung und dieser Schmerz führt dazu eine dunkle Brille vor den Augen zu haben und somit noch mehr schmerzliche Realität zu erzeugen. Wer Seelenfrieden und Freude im Leben haben will, hat keine andere Wahl als bedingungslos zu vergeben und somit seine Seele von Schmerz aus der Vergangenheit zu befreien. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, je schneller und leichter wir vergeben, umso glücklicher werden wir sein.

Auf meiner Facebook-Page schrieb eine Frau folgenden bemerkenswerten Kommentar: „Mit Leichtigkeit vergeben, wenn man voller Bitterkeit ist, das ist leicht gesagt, wenn man die ganze Welt anklagt, weil man verletzt wurde. Dann lieber klagen und keine Freude mehr empfinden, nur noch Leid spüren, nicht mehr lachen können, keine Freunde mehr haben und allein sein. Doch der Weg zurück heißt Vergebung und mit jeder Vergebung kehrt ein Stück Freude zurück, weil das Herz von der Bitterkeit befreit wird. Der Weg ist schwer und voller Steine, erst wenn man diesen Weg geht, kommt die Leichtigkeit und dann ist es wunderschön.“

Nur jemand der selbst die transformierende Kraft der Vergebung durchlebt und erfahren hat, kann so etwas schreiben.

Doch alles fängt wieder bei uns selber an. Nur wenn Du in der Lage bist Deine eigenen Fehler Dir selbst zu vergeben, wirst Du auch in der Lage sein anderen vergeben zu können. Genauso wichtig, wie anderen vergeben zu können, ist es, uns selbst vergeben zu können. Groll, den wir gegenüber uns selbst hegen, weil wir uns selbst bestimmte Eigenschaften, Gefühle oder Verhaltensweisen nicht vergeben können, richtet genauso viel Schaden an, wie Groll anderen Menschen gegenüber. Dir Deine eigenen Fehler und Schwächen selbst zu verzeihen bedeutet, Dich so anzunehmen wie Du bist und ist der Beginn von Selbstliebe. Solange Du dunkle Seiten in Dir leugnest oder Dich dafür verurteilst, wird dies negativen Einfluss auf Dein Denken, Deine Gefühle und damit auf Dein Handeln haben. Sich selbst nicht zu vergeben, sich selbst nicht anzunehmen, damit eine Rolle zu spielen und eine Maske aufzusetzen, kostet sehr viel Kraft und Energie.

Wenn Du Dir und anderen nicht vergeben kannst, bist Du selbst der Richter, der Dich dazu verurteilt immer wieder in der Vergangenheit zu leben. Wenn Du nicht vergeben kannst, verurteilst Du Dich selbst dazu nicht vergessen zu können. Wer vergibt lässt die Vergangenheit los und begibt sich damit ins HIER UND JETZT, da wo das Leben wirklich stattfindet. Nur wenn Du Dir selbst und anderen im HIER UND JETZT mit Leichtigkeit vergibst, wirst Du Menschen anziehen, denen Du nichts mehr vergeben brauchst.

Ich wünsche Dir allzeit die Kraft vergeben zu können.

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